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Ronya Othmann erhält den Orphil-Debütpreis 2022 für „die verbrechen“

27.04.2022  

Ronya Othmann erhält den mit 2.500 Euro dotierten Orphil-Debütpreis für ihren Lyrikband „die verbrechen“. Dies gab die Landeshauptstadt Wiesbaden in einer Pressemitteilung bekannt.

Die Gedichte des Bandes sind „Echokammern, die uns als Lesende nicht mehr so schnell entlassen“ und können als „unendliches Lied über Zerstörung von Raum“ gelesen werden, urteilt die Jury.

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 02. Juni 2022, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine statt. Hier finden Sie die Einladung zur Verleihung.
Vergeben werden die Orphil-Preise alle zwei Jahre an Lyrikerinnen oder Lyriker, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen. Stifterin ist Ilse Konell, Witwe des 1991 verstorbenen Dichters George Konell, der viele Jahre seines Lebens in Wiesbaden verbrachte.

Ronya Othmann wurde 1993 in München geboren und lebt in Leipzig. Sie erhielt u.a. den MDR-Literaturpreis, den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, den Lyrik-Preis des Open Mike, den Gertrud-Kolmar-Förderpreis und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2018 war sie in der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak, und schrieb bis August 2020 für die taz gemeinsam mit Cemile Sahin die Kolumne „OrientExpress“ über Nahost-Politik. Seit 2021 schreibt sie für die FAZ die Kolumne „Import Export“. Bei Hanser erschienen zuletzt ihr Debütroman Die Sommer (2020), für den sie mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde, und die verbrechen (Gedichte, 2021).