Bücher tun Gutes

Die 13. Europäischen Literaturtage in Wachau haben begonnen

19.11.2021  

Nach den Erfahrungen mit dem Lockdown haben die Europäischen Literaturtage erneut ein aktuelles Thema zu ihrem Motto gemacht: „Reiserouten. Unterwegs, um frei zu sein?“. Denn als sich die Menschen verstärkt nach der Ferne und dem Unterwegssein sehnten, sind gleichzeitig auch kritische Fragen rund um das Reisen lauter geworden. So diskutieren in diesem Jahr wieder internationale Schriftsteller*innen und Literaturinteressierte vor Ort in Krems kulturelle und gesellschaftspolitische Fragestellungen wie zum Beispiel nach der Durchlässigkeit von Grenzen, der Symbolik von historisch gewachsenen Reiserouten und patriarchalen Reiseklischees.

Bei der traditionellen Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend im Klangraum Krems Minoritenkirche hält der im Irak geborene und in Deutschland lebende Najem Wali einen Eröffnungsvortrag über die Balkanrouten und diskutiert danach mit der Wien-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung Cathrin Kahlweit. Anschließend spricht der britische Historiker Peter Frankopan über die Seidenstraße und eine mögliche neue Weltordnung. Am Freitag und Samstag folgen Gesprächsrunden und Lesungen u. a. mit Kapka Kassabova und Erika Fatland, Priya Basil und Johny Pitts, Patricia Portela und Mathijs Deen, Elisa Shua Dusapin und Lana Bastaši?. Abends laden Katja Gasser und Veronika Trubel zu Veranstaltungen u. a. mit Felicitas Hoppe, Christoph Ransmayr und Erik Fosnes Hansen ein, die von Musik und Kunstausstellungen begleitet werden.

Als Abschluss der Europäischen Literaturtage wird am Sonntag der diesjährige Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln an Navid Kermani verliehen.

Die tägliche Berichterstattung von Viktoria Strobl und Irene Zanol findet im Blog der Europäischen Literaturtage (www.literaturhauseuropa.eu) und anschließend auf Okto.TV statt. Zudem stellt Beat Mazenauer ausgesuchte Bücher in dem Format 3 Minuten Buchbesprechungen vor.