Bücher tun Gutes

Sternenhimmel der Menschheit: Festival unter der Himmelskuppel von Nantesbuch

26.08.2021  

Im oberbayerischen Nantesbuch begrüßen der Autor Raoul Schrott und die Stiftung Kunst und Natur Gäste wie Sibylle Anderl, Heino Falcke, Michael Köhlmeier, Corinna Harfouch, Blixa Bargeld und Ulrich Noethen zu vier Festivaltagen rund um Poesie und Wissenschaft der Sternbilder. Dazu Musik der Tuareg, Kehlkopfgesang der Inuit und internationale DJ Sets. Auftakt eines mehrjährigen Programms zur Entstehung eines Atlas der Sternenhimmel.

Unter dem Titel Sternenhimmel der Menschheit lädt die Stiftung Kunst und Natur von Donnerstag, den 2.9. bis Sonntag, den 5.9. im oberbayerischen Nantesbuch ein, den Blick in den Himmel zu richten. Jede Kultur sieht in den zahllosen dort verteilten Lichtpunkten andere Figuren und Bilder und schöpft aus ihnen ihre Mythen und Sagen. Sie erzählen von der Entstehung der Welt und der Menschen, ihren Jagden und Ernten, Kämpfen und Leidenschaften. Der Schriftsteller Raoul Schrott trägt diese ältesten Geschichten der Welt in Wort und Bild in einem großen Atlas der Sternenhimmel zusammen. Die Stiftung Kunst und Natur begleitet die Entstehung dieses großen Erzählprojektes.

Zum Auftaktfestival spannen internationale Gäste aus Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit Raoul Schrott erstmals den faszinierenden Kosmos der ältesten „Bilder-Bücher“ der Welt auf. Nach der Eröffnung durch Raoul Schrott ist Sibylle Anderl im Gespräch mit dem Astrophysiker Heino Falcke. Natur- und Geisteswissenschaftler wie Bruno Leibundgut (ESA), die Kulturastronomen Wayne Horowitz (Jerusalem) und Nicholas Campion (Wales), der Science-Blogger Florian Freistetter oder der Erzähler Michael Köhlmeier tauschen sich aus und es lesen u.a. Corinna Harfouch, Blixa Bargeld, Ulrich Noethen und Melika Foroutan aus Texten zu den Sternenhimmeln der Inuit und der Tuareg, arrangiert von Michael Farin. Dazu spielt die Formation Amanar um den Tuareg-Musiker Ahmed Ag Kaedy und singt das kanadische Katajjac-Duo mit dem traditionellen Kehlkopf-Gesang der Inuit. Internationale DJ Sets rahmen das Programm.

Die Stiftung Kunst und Natur hat es sich zur Aufgabe gemacht, Räume zu schaffen, die die Verbindung von Kunst und Natur als elementare Pole im Wesenskern des Menschen greifbar machen. Indem der Mensch seine Mythen, Geschichten und Lebenswelten in den Sternenhimmel hineinprojiziert, fasst er die unendliche Natur in Kultur. Kein anderes Thema ist daher so geeignet, den Verbindungsraum zwischen Natur und Kunst zu greifen, als die Beschäftigung mit den Sternenhimmeln der Menschheit. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren erarbeitet Raoul Schrott einen Atlas von 17 kulturellen Sternenhimmeln, der weltweit erstmals die Sternbilder und die damit verbundenen Erzählungen und Mythen der Kulturen der Menschheitsgeschichte erschließt und durch illustrierte Karten der Zeichnerin Heidi Sorg bebildert. So wird ein Stück Menschheitsgeschichte wieder zugänglich, das verloren zu gehen droht. Die Stiftung Kunst und Natur begleitet diese Arbeit mit einem mehrjährigen Kulturprogramm aus Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen diesen Blick in die Sterne – und damit in ihre eigene Identität – zu ermöglichen.

Weitere Informationen unter www.sternenhimmel-der-menschheit.de