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Nominierten des Friedrich-Glauser-Preises stehen fest

07.02.2018  

Friedrich Glauser gilt gemeinhin als Begründer des modernen Krimis. Ihm zu Ehren geben die Autoren-Jurys des SYNIDKATs jeweils an Glausers Geburtstag, dem 4. Februar, die Nominierten für die nach ihm benannten Krimipreise der Autoren bekannt. Der Friedrich-Glauser-Preis ist der höchstdotierte Autorenpreis für deutschsprachige Kriminalromane. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehörten unter anderem Nina George, Horst Eckert, Thomas Glavinic und Gisa Klönne.

Wer schließlich die heiß begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen darf, wird sich bei der Preisverleihungsgala am Samstag, dem 5. Mai in Halle im Rahmen der CRIMINALE 2018 zeigen.

Die Nominierungen:

Nominierte in der Sparte „Kriminalroman“
• Raoul Biltgen: Schmidt ist tot, Verlag Wortreich
• Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben, Nagel & Kimche
• Ellen Dunne: Harte Landung, Insel Taschenbuch
• Monika Geier: Alles so hell da vorn, Ariadne
• Jutta Profijt: Unter Fremden, dtv

Nominierte in der Sparte „Debüt-Kriminalroman“
• Hannah Coler: Cambridge 5, Limes Verlag
• Kerstin Ehmer: Der weiße Affe, Pendragon
• Gereon Krantz: Unter pechschwarzen Sternen, ProTalk Verlag
• Harald J. Marburger: Totengräberspätzle, Emons
• Takis Würger: Der Club, Kein & Aber

Nominierte in der Sparte „Kurzkrimi“
• Klaus Berndl mit Feueralarm, in: Feuerspuren, edition karo
• Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit Hier in Tremonia, in: Killing You Softly, KBV
• Thomas Kastura mit Der Zuschauer, in: Kerzen, Killer, Krippenspiel, Knaur
• Henry Kersting mit Der Blaue, in: Rache brennt, Verlag am Schloss
• Cécile Ziemons mit Dünensingen, in: Feinste Friesenmorde, Leda Verlag

Nominierte des Hansjörg-Martin-Preises
• Tanya Lieske: Mein Freund Charlie, Beltz & Gelberg
• Christian Linker: Der Schuss, dtv
• Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz & Gelberg
• Ortwin Ramadan: Glück ist was für Anfänger, Coppenrath
• Martin Schäuble: Endland, Hanser

Zur Preisträgerin des Ehrenglausers:

Als Edith Kneifl 1992 den Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres erhielt, war das gleich eine doppelte Premiere: Zum ersten Mal wurde eine Frau mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, und zum ersten Mal ein österreichischer Kriminalroman. Mittlerweile hat sich Kneifl längst als Grande Dame des österreichischen Kriminalromans etabliert. Die Romane der 1954 in Wels geborenen und heute in Wien lebenden freien Schriftstellerin sind vielfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

Wir freuen uns, dass nun, rund 25 Jahre später, das gesamte Œuvre Kneifls eine große Anerkennung erfährt: Der Ehrenglauser wird für besondere Verdienste um den deutschsprachigen Kriminalroman verliehen und stellt eine Würdigung von Kneifls literarischem Schaffen im Bereich Kriminalliteratur sowie ihres Engagements für die deutschsprachige Kriminalliteratur dar. Verliehen wird der Preis im Rahmen der Criminale 2018 in Halle an der Saale.

Aus der Jurybegründung des Syndikats: Seit ihrem ersten Roman „Zwischen zwei Nächten“ (1991, Friedrich Glauser-Preis für den besten Roman) legte die Grande Dame der österreichischen Krimiszene ein beeindruckendes Oeuvre mit 22 Romanen, rund 100 Krimigeschichten, der Herausgeberschaft von 16 Anthologien uvm. vor, das sich zum großen Teil den gängigen Krimiusancen verweigerte. Außerdem setzte sich die ehemalige Psychoanalytikerin seit jeher mit lauter Stimme dafür ein, dass der Kriminalroman die ihm gebührende Aufmerksamkeit und Anerkennung in der Öffentlichkeit bekommt.