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Fieber im Marais: Nestor Burma im 3. Arrondissement (Série Noire)

Fieber im Marais: Nestor Burma im 3. Arrondissement (Série Noire) Autor: Léo Malet
Verlag: Distel Literaturverlag »
Preis: 14,80 €
ISBN: 3942136112
Erschienen: 01.01.2018

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In der Kasse von Nestor Burma herrscht wieder einmal gähnende Leere. Um niemand anpumpen zu müssen, beschließt er, den von seiner Tante geerbten Goldschmuck zu versetzen. Er sucht im Marais den Pfandleiher «Onkel Samuel» auf, der diversen Geschäften nachgehr, stößt dort aber auf dessen Leiche. Aus seiner Brust ragt ein goldener Brieföffner.
Da er schon mal da ist, bedient sich Burma aus der Brieftasche des Toten. Und dabei macht er Bekanntschaft mit einem stumpfen Gegenstand, der auf seinen Kopf trifft. Burma kann gerade noch die schöne Blonde erkennen, die er bereits an der Haustür fast über den Haufen gerannt hat. Er verlässt das Haus, bevor die Polizei eintrifft und ermittelt nun auf eigene Faust, in der Hoffnung, dabei vielleicht doch noch einen zahlungskräftigen Auftraggeber zu bekommen.


Über den Autor:


Léo Malet, (1909–1996), Anarchist, Chansonnier, surrealistischer Dichter und Schriftsteller, wurde vor allem berühmt mit seinen Kriminalromanen um den Detektiv Nestor Burma, die ihren Reiz auch durch die enge Bindung an die Topographie von Paris erhalten (Reihe «Die neuen Geheimnisse von Paris») und die durch ihre, manchmal persiflierende, Anlehnung an amerikanische Hard-boiled-Muster dem französischen Kriminalroman eine neue Qualität verliehen haben. Sie können als Beginn des französischen Roman noir gesehen werden, der später in den «Neo-Polar» mündete. Jean-Patrick Manchette stellt in seinen «Chroniques» fest: «Der französische Polar beginnt mit Léo Malet». 1958 erhielt Malet für die Reihe um Nestor Burma, den «Grand Prix de l’Humour noir». In einer erfolgreichen TV-Serie, die in den 90er Jahren gedreht wurde, verkörpert Guy Marchand den Detektiv. Nestor Burma ist die französische Version des einsamen Privatdetektivs, eine Art Pariser Philip Marlow. Mit seinem amerikanischen Kollegen hat Burma neben der Einsamkeit auch die Geldknappheit gemeinsam. Burma durchstreift als Privatflic mit anarchistischer Vergangenheit die Pariser Bistros. Im Gegensatz zu Marlow und Co. versucht er nicht, die Welt vor allem vermeintlich Bösen zu retten, sondern er hat einen distanzierteren, spöttischen Blick auf die Dinge.